Gestaltungstherapie in der Ergotherapie

GestaltungstherapieIn der Gestaltungstherapie wird unter der therapeutischen Anleitung bildnerisch gestaltet. Damit soll ein neuer Weg der persönlichen Entfaltung und des Zugangs zu sich selbst aufgezeigt werden. Die Gestaltungstherapie ist ein erlebnis- und handlungsorientiertes Verfahren. Sie fördert die Vielfalt des Ausdruckes und die Möglichkeiten, sich darüber zu äußern und vertieft und differenziert Erlebnisse zu verarbeiten. Der Dialog mit sich selbst wird dadurch angeregt, innere Bilder werden zugänglich und Gefühle, Stimmungen, Phantasien und Erinnerungen werden sichtbar gemacht. Es werden neue kreative Möglichkeiten der Heilung eröffnet.

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Die Geschichte der GestaltungstherapieArbeitsfelder der GestaltungstherapieWelche Störungen werden in der Gestaltungstherapie behandelt?Therapieziele der GestaltungstherapieBehandlungsinhalte der Gestaltungstherapie

Die Geschichte der Gestaltungstherapie

Die Gestaltungstherapie geht auf den psychologischen Ansatz für Kunsttherapie zurück und schließt an die Konzepte des Psychiaters. C. G. Jung an. Eine psychodynamisch orientierte Kunsttherapie wurde bereits in den 1940er Jahren in den USA von M. Naumburg entwickelt. Psychodynamisch wird der Zusammenhang von Körper, Geist und Seele als Ganzes und das Zusammenwirken von bewussten und unbewussten seelischen Prozessen bezeichnet.

Die Gestaltungstherapie ist von der Gestalttherapie zu unterscheiden, die wiederum nicht zu den Therapien gehört, sondern ein besonderes Verfahren in der Psychotherapie ist.

Arbeitsfelder der Gestaltungstherapie

Die Gestaltungstherapie wird für Kinder, Jugendliche und Erwachsene angeboten. Ein Arbeitsfeld ist der beratungspädagogische Kontext. Die Gestaltungstherapie ist ein Angebot zu Beratung, Bewältigung und Überwindung von Konflikten und fördert individuelle, soziale und berufliche Kompetenzen. Sie wird in der Persönlichkeits- und Strukturentwicklung, der schulischen oder beruflichen Förderung, der Erziehungs-, Lebens-, Ehe-, Partnerschafts- und Sexualberatung und in der beruflichen und sozialen Rehabilitation angewandt. Lernprozesse werden gestaltet, eigene Ziele und die Lebensplanung werden analysiert und mögliche Veränderungen werden aufgezeigt.

Ein weiteres Einsatzgebiet der Gestaltungstherapie ist das medizinisch-therapeutische Arbeitsfeld. Mit Hilfe der bildnerischen Mittel wird ein therapeutisch begleitender Heilungs-, Linderungs- oder präventiver Entwicklungsprozess angestrebt. Sie wird vor allem bei psychosomatischen Erkrankungen oder Traumata, in der Behandlung psychischer Störungen, bei Störungen aufgrund von Entwicklungsbedingungen und bei Suchterkrankungen angewendet.

Welche Störungen werden in der Gestaltungstherapie behandelt?

Konkret wird die Gestaltungstherapie bei Depressionen, emotionalen Erschöpfungszuständen, Burnout, allgemeinen Lebens-Sinnkrisen, zum Beispiel nach Trennungen, bei der Trauerbewältigung, bei Ess-Störungen und bei Schmerzpatienten benutzt. Das Angebot der Gestaltungstherapie richtet sich auch an Patienten mit Angststörungen, posttraumatischen Belastungsstörungen und an Menschen, die sich auf dem Weg einer Neu-Orientierung befinden. Außerdem werden Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit Verhaltensauffälligkeiten, Störungen der Impulskontrolle (auch mit Gewalttätigkeit) oder Einschränkungen im Sprachbereich behandelt.

Therapieziele der Gestaltungstherapie

Das wesentliche Ziel der Gestaltungtherapie ist, dass der Patient Wege findet, seinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen und schwierige Ereignisse zu verarbeiten. Dazu gehören die Auseinandersetzung mit den eigenen Wünschen und Bedürfnissen, die Verbesserung der Selbsteinschätzung mit der Bereitschaft, Fehler zu korrigieren, und die Beschäftigung mit der eigenen Frustrationstoleranz. Es soll eine Steigerung der physischen und psychischen Belastbarkeit erreicht werden, die Handlungsplanung und deren Ausführung werden verbessert. Der Patient lernt, die Zusammenhänge zwischen seiner Lebensgeschichte und den damit verbundenen Problemen und Konflikten zu verstehen und verbessert die Wahrnehmung seiner seelischen Vorgänge.

Behandlungsinhalte der Gestaltungstherapie

Die Gestaltungstherapie wird entweder als Einzeltherapie oder für Kleingruppen angeboten. Im Vordergrund stehen das therapeutische Malen mit Fingerfarben, der Einsatz von Ton und Holz zur plastischen Gestaltung oder Seiden- und Aquarellmalen. Es können auch Spachteltechniken und Arbeiten mit Peddigrohr genutzt werden.

Autor
Jan

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