Bei immer mehr Kindern treten Konzentrationsprobleme und Lernschwächen auf. Die Ursachen sind vielfältig und können nur nach eingehender Diagnostik aufgedeckt werden. Solchen Kindern und Jugendlichen helfen weder ständiges Üben und Wiederholen, noch Nachhilfe in den Fächern, in denen sie Schwierigkeiten haben. Hier setzt die Lerntherapie in der Ergotherapie gezielt an. Sie ist eine Förderung, die sich speziell an Kinder und Jugendliche mit Lernschwächen richtet. Zur Lerntherapie in der Ergotherapie gehört nicht nur die Vermittlung des Schulstoffes, sondern sie hilft den Kindern, sich ein grundlegendes Verständnis in den schwachen Bereichen anzueignen. Das gesamte Lernumfeld wird in die Lerntherapie in der Ergotherapie mit einbezogen und aufgearbeitet, um so ein besseres Lernen zu ermöglichen. Die Therapie schafft grundlegende Voraussetzungen für einen Neuanfang im Lernen. In der Lerntherapie in der Ergotherapie wird mit allen Sinnen gearbeitet, um gute Ergebnisse zu erzielen.
Inhalt zum Artikel Lerntherapie in der Ergotherapie
Die Geschichte der Lerntherapie in der ErgotherapieDie Einsatzgebiete der Lerntherapie in der ErgotherapieDurch Lerntherapie in der Ergotherapie behandelte StörungenZiele der Lerntherapie in der ErgotherapieTherapiekonzepte der Lerntherapie in der Ergotherapie
Die Geschichte der Lerntherapie in der Ergotherapie
Die Lerntherapie in der Ergotherapie wurde eigentlich aus einer Notsituation heraus entwickelt. In den siebziger und achtziger Jahren gab es zunehmend Kinder und Jugendliche mit Problemen in der Schule und in der Ausbildung. Die Ausbildung der Lehrer, der Lehrplan und die Zeit waren mehr lehr- und klassenorientiert anstatt auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder einzugehen. Die Psychotherapeuten wollten in der Gassen- und Drogenarbeit früher Hilfe anbieten, damit gefährdete Jugendliche gar nicht erst in dieses Milieu gerieten. Sie entwickelten ein Konzept, wie sie diesen Kindern frühzeitig helfen konnten, bevor die Schulproblematik so ausgeprägt wurde, dass die Kinder aufgaben und abrutschten.
Die Einsatzgebiete der Lerntherapie in der Ergotherapie
Das Angebot der Lerntherapie in der Ergotherapie richtet sich hauptsächlich an Kinder und Jugendliche mit Lern- und Leistungsschwächen, wie Rechenschwäche oder Lese-Rechtschreibschwäche, und mit Wahrnehmungsdefiziten und Konzentrationsschwierigkeiten. Wenn die schulische Förderung und Nachhilfe an ihre Grenzen stößt und dem Betroffenen keine wirkliche Hilfe ist, bringt eine Lerntherapie in der Ergotherapie neue Ansätze. Das Lerntraining bezieht sich nicht nur auf den einen Bereich, in dem die Schwierigkeiten bestehen, sondern es hat auch fächerübergreifend einen positiven Einfluss.
Lerntherapie in der Ergotherapie wird auch für Jugendliche und Erwachsene angeboten, die in der Ausbildung oder im Beruf mit Lernschwierigkeiten konfrontiert sind oder die Hirnverletzungen erlitten haben.
Durch Lerntherapie in der Ergotherapie behandelte Störungen
Mit einer Lerntherapie in der Ergotherapie werden vor allem Rechenschwäche, Lese-Rechtschreibschwäche (LRS) oder, die Steigerung der LRS, Legasthenie behandelt. Des Weiteren gehören das Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADS), Handschriftenproblematik, Hyperkinetisches Syndrom (ADHS) und andere Teilleistungs- und Verarbeitungsstörungen dazu.
Ziele der Lerntherapie in der Ergotherapie
Das Hauptziel einer Lerntherapie in der Ergotherapie ist, dem Betroffenen eine positive Lernstruktur zu vermitteln, welche gleichzeitig die Basis für eine geeignete Schullaufbahn ist. Ein angemessener Umgang mit den Schwierigkeiten soll erzielt werden, das Selbstwertgefühl soll gestärkt werden und eine größere Sicherheit beim Lesen, Schreiben und Rechnen wird gefördert. Die Betroffenen lernen, sich besser zu konzentrieren und strukturierter zu lernen.
Therapiekonzepte der Lerntherapie in der Ergotherapie
Die Lerntherapie in der Ergotherapie beruht auf dem Konzept der Integrativen Lerntherapie. Je nach Patient und Kompetenzen des Lerntherapeuten werden unterschiedliche Unterstützungen angeboten. So sind zum Beispiel medizinisch-neurologische Elemente dabei, wie Sensorische Integration, Bewegungs- und Wahrnehmungsförderung, Hand-Auge-Koordination oder verstärkte taktil-kinästhetische (den Tastsinn betreffende) Erfahrungen. Damit wird unter anderem eine Verbesserung von Sprech- und Schreibmotorik gefördert.
Weitere Elemente sind psychologisch begründet, zu denen Entspannungstraining gehört, Spiel– und Verhaltenstherapie oder auch Hypnotherapie, eine leichte Art der Hypnose.
Als drittes wird eine pädagogisch-methodische Unterstützung angeboten. Das sind zum Beispiel gezielte Lernverfahren, gezieltes Training in Orthographie, Rechtschreibung oder Rechnen, Silbenarbeit, der Aufbau von Rechtschreibstrategien und die Förderung im Lesen und Schreiben durch Lautgebärden.
Die Aufgaben werden nicht nur mit Augen und Ohren bearbeitet, sondern durch Berühren und Anfassen, durch Bewegung, durch Nachsprechen und sogar mit dem Geschmacks- und Geruchssinn. Die verschiedenen Elemente werden in der Lerntherapie in der Ergotherapie zusammengeführt und so ein individuelles Therapieangebot erstellt.





Meine tochter ist 6 Jahre alt und wird dises Jahr eingeschult. Hat konzentrazion probleme und Wahrnehmung Probleme. Was kann Mann machen
Hallo Maria, da gibt es sicherlich unterschiedliche Möglichkeiten. Ein paar stellen wir ja hier im Artikel schon vor, ansonsten könnten für dich die anderen Artikel interessant sein:
Grüße,
Jan