Modulation

Modulation: Der Begriff Modulation leitet sich von dem lateinischen Wort modulatio ab, was so viel wie „Takt“, „Rhythmus“ oder „Feinabstimmung“ bedeutet. Unter Modulation versteht man die Selbstregulation des Gehirns. Sie beruht auf der Verarbeitung von Umweltreizen und deren „Feinabstimmung“. So wird auf bestimmte Reize eine überdurchschnittliche Wahrnehmung und Reaktion erzielt, während andere Reizeindrücke gehemmt werden, die die Wahrnehmung stören würden. So ist es zum Beispiel möglich, sich auf eine Aufgabe, einen Vortrag oder ähnliches zu konzentrieren, ohne dass störende Geräusche (Straßenlärm, Papierrascheln usw.) ablenken. Bei einer Störung der Modulation funktioniert dies nicht mehr. Reize werden nicht mehr gefiltert und richtig verarbeitet. Eine Form der Modulationsstörung ist die taktile Defensivität. Dabei handelt es sich um abwehrende Reaktionen auf Berührungen, die normalerweise nicht schmerzhaft sind. Es werden bestimmte Berührungen und Materialien gemieden oder es erfolgt eine untypische Reaktion. Betroffene zeigen eine erhöhte Aktivität und sind leicht ablenkbar. Eine Störung der Modulation kann sich auf alle Sinnesreize beziehen. Bewegungen und visuelle Anordnungen werden vermieden, auf Gerüche und Geschmack wird sensibel reagiert oder Schmerzen und Verletzungen werden nur vermindert wahrgenommen. Mit verschiedenen Therapiemitteln kann die Modulation verbessert werden. Grenzen einer Therapie setzt jedoch das Alter des Patienten, auch können Modulationsstörungen aufgrund organischer Ursachen nur schwer behandelt werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.