Nystagmus

Nystagmus: Der Begriff stammt aus dem Griechischen und bezeichnet unkontrollierbare rhythmische Bewegungen der Augen. In der Regel wird unter Nystagmus Augenzittern verstanden (siehe Lexikon-Artikel Augenzittern). Nystagmus ist eine Reflexbewegung, die durch verschiedene Vorgänge ausgelöst wird. So zum Beispiel nach dem unvermittelten Abbremsen nach mehreren schnellen Körperdrehungen. Eine Schwäche des Gleichgewichtssinns kann nach der Dauer und Gleichmäßigkeit des des Augenzitterns erkannt werden. Nystagmus wird in verschiedene Untergruppen gegliedert. Es gibt den vestibulären Nystagmus, bei dem das Augenzittern durch Übererregung ausgelöst wird (plötzliche Lageveränderung des Kopfes). Ein oktokinetischer Nystagmus wird durch bewegte Reizbilder ausgelöst (z.B. Blick aus einem Zug). Das Augenzittern kann auch aus krankhaften Ursachen entstehen. In diesem Fall tritt das Augenzittern in Ruhe auf, aufgrund einer Störung der Koordination zwischen Gleichgewichtssinn und Sehen. Ursachen dafür sind Erkrankungen im Gehirn, im Gleichgewichtssystem oder die Einnahme bestimmter Drogen. Ein krankhaftes Augenzittern wird in den peripheren und zentralen Nystagmus unterteilt. Peripherer Nystagmus tritt bei einer Schädigung des Hirnnervs oder des Gleichgewichtsorgans auf. Zentraler Nystagmus ist Folge einer Gehirnschädigung. Das Augenzittern kann angeboren oder erworben sein. Beim erworbenen Nystagmus wird das Zittern bemerkt und Betroffene haben das Gefühl, dass die Umgebung „wackelt. Bei einem angeborenen Nystagmus wird das Augenzittern nicht bemerkt, jedoch kann die Sehbehinderung durch Brillen o.ä. nicht vollständig behoben werden.

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