Limbisches System

Limbisches System: Der Name leitet sich von dem lateinischen Begriff limbus ab, was so viel wie „Saum“ bedeutet. Es ist eine Ansammlung komplizierter Anordnungen, die den Hirnstamm in der Mitte des Gehirns wie einen doppelten Ring umgeben. Das limbische System gliedert sich in mehrere anatomische Strukturen, die jeweils wichtige Verbindungen zu anderen Teilen des Gehirns besitzen. Verschiedene Gehirnstrukturen haben großen Einfluss auf das limbische System, so dass es nicht als eine abgegrenzte Einheit betrachtet werden darf. Aufgabe des limbischen Systems sind die Verarbeitung von Gefühlen und die Entstehung des Triebverhaltens, es spielt eine wichtige Rolle beim Bilden und Verarbeiten von Erinnerungen, steuert die Hormone des Körpers und ist die wichtigste Stelle im Gehirn für die Gemütslage, Aggression und Sozialverhalten. Außerdem wird die Ausschüttung von Endorphinen (körpereigene Schmerz- und Glückshormone) gesteuert. Schmerzinformationen werden mit unbewussten und emotionalen Inhalten vermischt und haben so Auswirkungen auf das Befinden bei Schmerzen. Das limbische System hat Einfluss darauf, wie stark Schmerzen wahrgenommen werden und ob die Wahrnehmung abgeschwächt (hohe Schmerzgrenze) oder verstärkt (Hypochonder, eingebildeter Kranker) ist.

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