Training sozialer Kompetenzen

Immer wenn wir Menschen begegnen, benutzen wir unsere sozialen Kompetenzen. Kontaktaufnahme, Kritikfähigkeit, Bedürfnisse und Gefühle mitteilen sind nur einige Beispiele dafür. Grundlage dafür ist ein gesundes Selbstbewusstsein und ein sicheres Auftreten. Das Training sozialer Kompetenzen ist somit auch oftmals ein Training der Selbstsicherheit. Die Gruppe bietet optimale Möglichkeiten die sozialen Kompetenzen zu erweitern. Projektarbeiten oder Spiele können gezielt in der Ergotherapie eingesetzt werden. Wenn gemeinsam an einem Kunstwerk gearbeitet wird, braucht es Kommunikation und eine zufriedenstellende Zusammenarbeit. Bei einer spielerischen Aufgabenstellung z.B. aus dem erlebnispädagogischen Bereich entsteht häufig eine lockere Trainingsatmosphäre. Nach der gemeinsamen Aktivität ist eine Reflexion für ein zielorientiertes Arbeiten wichtig. Hier öffnet sich der Teilnehmer und reflektiert, wie er sich und die anderen erlebt hat. Zudem erhält er Ermutigung und Fremdeinschätzung der Teilnehmer und Impulse des Ergotherapeuten. Je nach Zielsetzung ist es auch sinnvoll, vor der Aktivität die Teilnehmenden auf eine bestimmte Kompetenz zu sensibilisieren, welche anschließend zum Einsatz kommt. Im Einzelsetting kann individuell ein Prozess begleitet werden, wie beispielsweise Kommunikation und Verhalten am Arbeitsplatz. Nebst dem Sensibilisieren und Trainieren von konkreten Kompetenzen, besteht auch die Möglichkeit zusammen mit den beteiligten Personen z.B. mit dem Vorgesetzen und dem Klient Lösungen zu erarbeiten. Verhaltenstraining in alltäglichen sozialen Aktivitäten wie z.B. Telefonieren mit fremden Personen oder sich als Kunde beim Einkaufen zu behaupten sind weitere Themen. Das Verhalten kann auch mittels Rollenspielen ausprobiert und trainiert werden. Auch hier ist eine gute Vorbereitung und eine professionelle Auswertung ausschlaggebend.

 

Ich freue mich über weitere Erfahrungen, Ideen und Fragen zu diesem Thema!

Mit freundlichen Grüßen I Karin Lutter I Dr. Frank & Partner Zürich

Dienstag, November 8, 2011
Autor
Dr. Thomas A. Frank

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