ATL-Training

ATL-Training: Die Abkürzung ATL steht für „Aktivitäten des täglichen Lebens“ und beinhaltet alle Grundbedürfnisse, wie essen, sich sauber halten, ankleiden usw. Der Begriff ATL geht auf ein ganzheitliches Pflegemodell in der Alten- und Krankenpflege zurück. Als deren Begründer gelten Virginia Henderson und Nancy Roper.

Können sich Betroffene aufgrund einer Erkrankung nicht mehr selbst versorgen, setzt hier das ATL-Training an. Durch zielgerichtetes Üben, mit Hilfsmitteln und Kompensationstechniken soll der Patient lernen, sich wieder selbständig zu versorgen.

Das ATL-Training findet in der Orthopädie, Psychiatrie, Gerontopsychologie und Traumatologie Anwendung. Krankheitsbilder, zu deren Therapie ein ATL-Training gehört, sind unter anderem Lähmungen nach Schlaganfällen, Morbus Parkinson, Amputationen, Verletzungen von Knochen und Sehnen sowie psychische Störungen.

Je nach Krankheitsbild werden motorisch-funktionelle Übungen angeboten, die sich an den speziellen Bedürfnissen der Betroffenen orientieren. Zum Beispiel wird Anziehen, Kochen oder Planen und Durchführen von Einkäufen trainiert, nach Amputationen wird der Umgang mit Prothesen geübt.

Das ATL-Training ist ein wichtiger Bestandteil in der Ergotherapie und versteht sich als Hilfe zur Selbsthilfe. Es wird bei vielen Erkrankungen eingesetzt, außer bei dementiellen Erkrankungen, wie z.B. Morbus Alzheimer.

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Autor
Jan Stanetzki
Jan Stanetzki
Jan Stanetzki hat ergotherapie.org im Februar 2010 gegründet. Er ist Inhaber von optimieren.com und technischer Ansprechpartner für diese Seiten. Artikel, die von Jan eingefügt worden sind stammen meistens von Gastautoren ohne eigenes Redaktions-Konto auf ergotherapie.org.

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