Missbrauch von Kindern oder Erwachsenen in der therapeutischen,medizinischen und pflegenden Arbeit.



Missbrauchsfall in Helios Klinik Berlin Buch

Missbrauchsfall in Helios Klinik Berlin Buch



In der vergangenen Woche, wurde ein Mitarbeiter des Berliner Helios Klinikums in Buch, wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs von Kindern festgenommen. Der Verdacht hat sich mittlerweile bestaetigt. Einmal mehr zeigt sich an diesem Fall, welche Verantwortung der einzelne Mitarbeiter in einem medizinisch, therapeutischen oder pflegenden Beruf traegt. Im Bereich der Krankenpflege wird zur Berufsausuebung vom Gesetzgeber, kein Fuehrungszeugnis verlangt, jedoch wuerde dieses Zeugnis, auch keinen Aufschluss ueber sexuelle Phantasien, ueber groben bis unmenschlichen Umgang mit Menschen geben. Ergotherapeuten die in der freien Praxis eigen verantwortlich arbeiten, sind verpflichtet ein Fuehrunszeugnis abzugebnen, welches ueber den Leumund Auskunft gibt. Der einzelne Mitarbeiter in einer freien Praxis, sei es Physiotherapie, Ergotherapie, Logopaedie oder andere Praxen jedoch nicht. Es obliegt demnach der Leitung einer Praxis, Mitarbeiter auch im Bereich der Arbeit fachlich und im Bereich ihrer Persoenlicjhkeitsentwicklung im Rahmen des moeglichen zu kontrollieren und im Umgang mit der oftmals sehr anfaelligen Klientel zu beobachten und zu schulen. Dies ist in der Realitaet keine einfache Aufgabe und fuehrt vermutlich in nicht wenigen Faellen zu uebergriffen gegenueber Patienten, sowie Schutzbefohlenen. Genaue Zahlen sind aus der Sache heraus nicht zu finden. Jedoch ist die enorme Arbeitsbelastung, sowie die Konfrontation mit etwa verhaltensauffaelligen Kindern und Jugendlichen, sowie etwa in der Psychiatrie mit aggressiven Patienten eine staendigen Herausforderung, fuer Pflegepersonal und Therapeuten. Die Loesung besteht darin,

  • Mitarbeiter mit den Folgen des Handelns zu informieren (am besten als Anhang im Arbeitsvertrag) um fuer das Thema bereits zu Beginn der Taetigkeit zu sensibilisieren.
  • Mitarbeiter in Form von Workshops und Seminaren proaktiv auf die Thematik von Gewalt und Uebergriff im Bereich der Pflege und Medizin zu sensibilisieren.
  • Fuehrungskraefte zu sensibilisieren Mitarbeiter zu beobachten und in Stichproben zu “scannen”.

All diese Massnahmen, werden nicht dazu fuehren Vorfaelle wie den nun stattgefundenen zu verhindern, zeigen jedoch auf, dass ein Verhalten einer verirrten Person unter Umstaenden bereits in einem fruehen Stadium gestoppt werden kann. Und jeder einzelne Fall ist ein Fall zuviel, sowie ein einzelner Fall, negativ auf die Reputation eines gesamten Klinikums zurueck fallen kann…. (Lesen Sie hier mehr zu dem Thema) Nehmen Sie fuer mehr Informationen Kontakt mit uns auf. (*1,99 Euro/Min aus dem deutschen Festnetz, mobil abw.)

Autor
Dr. Thomas A. Frank

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