Diadochokinese: Das Wort Diadochokinese kommt aus dem Griechischen und bedeutet soviel wie “abwechselnd” und “bewegen”. Es bezeichnet die Fertigkeit, schnelle aufeinanderfolgende entgegengesetzte Bewegungen wiederholt auszuführen, zum Beispiel das Schütteln einer Flasche oder die Ein- und Auswärts-Drehung des Unterarms beim Glühbirnenwechsel. In der Fachsprache heißt dies Pronation und Supination. Die Diadochokinese gehört zu der Feinmotorik und wird durch das Kleinhirn gesteuert. Um diese Bewegungen durchführen zu können, muss das Gelenk, die Bänder, Sehnen und Muskeln sowie der Informationsfluss zum Gehirn intakt sein. Ein gesunder Mensch kann die Diadochokinese ohne nennenswerte bewusste Anstrengung ausführen. Störungen der Diadochokinese werden in Adiadochokinese (völliges Fehlen der Fähigkeit) oder Dysdiadochokinese (Einschränkungen in der Ausführung) gegliedert. Gestörte verbale (mündliche) Diadochokinese wird Dysphonie genannt. Erkrankte können gleichlautende Silben nicht mehrfach wiederholen. Diese Störungen sind Symptome von Erkrankungen der Hirnregion, z.B. Schlaganfall, Parkinson-Syndrom, Schizophrenie oder Entwicklungsverzögerungen.
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Montag, Oktober 18, 2010
Autor
Jan Stanetzki
Jan Stanetzki ist Inhaber und technischer Ansprechpartner für ergotherapie.org. Er hat die Webseite im Februar 2010 gegründet und betreut sie seit dem. Artikel die von Jan Stanetzki eingestellt sind stammen zu meist von Redakteuren, die nicht unter eigenem Namen auftreten möchten.





